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Ob Sie etwas Alltägliches wie eine Wettervorhersage suchen oder geschäftliche Aufgaben erledigen, etwa Ihre Position in den SERPs prüfen: Meist beginnen Sie mit einer Suchmaschine, in den meisten Fällen Google. Um möglichst präzise Suchergebnisse zu erhalten, eine wirksame SEO-Strategie zu entwickeln und mehr, müssen Sie jedoch wissen, wie sie funktioniert. Dieser Artikel erläutert, wie Google funktioniert, und beleuchtet Erkenntnisse aus dem Leak von Google API Content Warehouse.
Warum Google
Google ist eine Suchmaschinensoftware, die Menschen dabei hilft, Informationen im World Wide Web zu finden. Doch warum brauchen wir sie, und weshalb ist Google so beliebt?
Einfach gesagt ist das Internet ein weitreichendes Netzwerk aus Geräten wie Computern und Servern. Jede Textdatei, jedes Video, Bild usw. wird auf diesen Geräten gespeichert. Ohne Suchmaschinen müssten Sie die genaue URL jeder einzelnen Webseite kennen, um sie aufzurufen. Das klingt schon beinahe unmöglich. Suchmaschinen erstellen einen Katalog dessen, was es im Web gibt, und liefern die zu Ihrer Anfrage passenden Seiten. Dank dieser Software müssen Sie sich keine URLs von Webseiten merken und finden Daten in Sekundenbruchteilen.
Da die Datenmenge drastisch wächst, müssen Suchmaschinen mit den sich wandelnden Bedürfnissen der Nutzer Schritt halten. Google verbessert seine Algorithmen fortlaufend, um relevante Suchergebnisse zu liefern, ergänzt neue Funktionen und bietet ein wirksames Monetarisierungsmodell. Dadurch sichert sich das Unternehmen den Spitzenplatz unter den Suchmaschinen. Google ist damit weltweit die meistgenutzte Suchmaschine, mit einem Marktanteil von 91,05 % im Juni 2024.
Neben Google gibt es weitere bekannte Suchmaschinen wie Yahoo und Bing. Daneben existieren auch stärker “lokale” Suchmaschinen wie Baidu. Solche Suchmaschinen sind meist speziell auf einen bestimmten Markt zugeschnitten. Sie sind an die jeweilige Sprache, Plattformen und Online-Dienste angepasst, was ihre Nutzung bequem macht. Ein wesentlicher Nachteil besteht darin, dass sie innerhalb staatlicher Vorgaben und der Zensur eines Landes arbeiten. Das kann Nutzer bei der Online-Suche nach bestimmten Informationen erheblich einschränken.
Dieser Artikel konzentriert sich vor allem auf Google. Andere Suchmaschinen folgen jedoch im Allgemeinen demselben Funktionsprinzip.
Wie funktioniert Google also?
Zunächst sollten Sie beachten, dass Suchen im World Wide Web nicht in Echtzeit stattfinden. Wenn Sie also eine Anfrage in die Suchleiste eingeben, durchsucht Google nicht das gesamte Web nach Informationen. Stattdessen liefert die Suchmaschine Seiten aus, die sie bereits in ihrer Datenbank gespeichert hat.
Gleichzeitig arbeitet Google jede einzelne Sekunde daran, seine Datenbank zu füllen und zu aktualisieren.
Alles beginnt mit sogenannten Seed-URLs. Dabei handelt es sich um eine Sammlung vertrauenswürdiger, relevanter und maßgeblicher Quellen. Da sie Google-Bots als Ausgangspunkte dienen, werden sie mitunter manuell erstellt und kuratiert, um ihre Zuverlässigkeit sicherzustellen. Google-Bots besuchen diese URLs und laden den vollständigen HTML-Code der Seiten herunter. Dieser Code liefert wichtige Daten wie Seiteninhalte, Links und Metadaten.
Anschließend identifiziert Google anhand der aus dem HTML-Code gewonnenen Daten Schlüsselwörter. Wörter und Formulierungen in Überschriften-Tags und Meta-Keywords geben Aufschluss über das Thema der Seite. Mithilfe von Verfahren zur Verarbeitung natürlicher Sprache (NLP) analysiert Google den Textinhalt einer Webseite, um einzelne Wörter, Formulierungen und ihre Beziehungen zu erkennen und ihre semantische Bedeutung zu erfassen. Danach untersucht die Suchmaschine den Anchor-Text, also den Text von Hyperlinks, sowie die Häufigkeit, mit der Wörter und Formulierungen verwendet werden. All dies hilft dabei einzuschätzen, welche Wörter Schlüsselwörter sind. Google geht noch weiter und prüft ihre Position, den umgebenden Kontext und ihre Relevanz für das Thema. Schlüsselwörter in Titeln oder zusammen mit anderen Schlüsselwörtern gelten als relevanter und werden von Google höher eingestuft.
Schließlich speichert Google die Schlüsselwörter und weitere aus dem HTML-Code gewonnene Daten in seiner umfangreichen Datenbank, dem Google Index.
Neben Schlüsselwörtern achten Google-Bots auch auf Links, die sie beim Crawlen von Seed-URLs entdecken.
Findet ein Bot einen Link zu einer noch nicht indexierten Seite, stellt er diese Seite in eine Warteschlange, damit sie ebenfalls ausgelesen und indexiert wird.
Google-Bots besuchen bereits indexierte Seiten außerdem regelmäßig erneut, um die Daten zu aktualisieren. Hält Google eine Seite für wichtig, ruft die Suchmaschine sie häufiger auf. Zu den wichtigsten Faktoren für die Bedeutung einer Seite zählen Seitenautorität, Aktualität, das Niveau der Nutzerinteraktion und weitere Kriterien.
Was geschieht mit neuen Seiten, die noch nirgends erwähnt werden?
Google erreicht sie auf verschiedene Arten:
– Gezieltes Crawling
Google-Bots durchsuchen das Internet fortlaufend nach neuen URL-Mustern, IP-Adressen und Domainregistrierungen. Diese können auf die Existenz neuer Webseiten hinweisen.
– Soziale Medien und Foren
Mitglieder von Online-Communities erwähnen, diskutieren und teilen häufig Webseiten. Dadurch lassen sich neue Quellen erkennen, die noch indexiert werden müssen.
– Datenanalyse
Gemeldete defekte Links, Vorschläge für neue Inhalte, Kennzahlen zur Nutzerinteraktion und Datenmuster: All das kann helfen, sich entwickelnde Webseiten zu identifizieren, die noch kein solides Backlink-Profil haben. Für die Analyse solch großer Datenmengen kommen häufig Verfahren des maschinellen Lernens und KI-gestützte Techniken zum Einsatz.
– Spezielle Tools
Webmaster können die Suchmaschine selbst über neue Webseiten informieren. Bots fügen diese Websites einer Warteschlange hinzu, anschließend werden sie indexiert.
Eine riesige Datenbank allein reicht jedoch nicht aus, um die Bedürfnisse der Nutzer zu erfüllen. Google muss verstehen, was Sie möchten, um Ihnen relevante Suchergebnisse liefern zu können. Erstens kann ein und dasselbe Wort Dutzende Bedeutungen haben. Zweitens verwenden wir Fachjargon und unterschiedliche Dialekte und machen beim Tippen Fehler, wodurch sich schwerer erraten lässt, was wir brauchen. Drittens suchen Menschen oft Informationen zu Themen, mit denen sie nicht vertraut sind, und wissen daher nicht genau, wonach sie suchen. Deshalb lernt Google kontinuierlich und analysiert Anfragen, um unsere Suchabsichten besser zu verstehen.
Darüber hinaus nutzt Google verschiedene Daten wie unseren Standort, Suchverlauf, digitale Fingerabdrücke, Präferenzen und mehr, um nicht allgemeine, sondern personalisierte Suchergebnisse bereitzustellen. Wenn Sie beispielsweise Fan von Linking Park sind und ihre Musik häufig hören, weiß Google das. Geben Sie dann “crawling” in eine Suchleiste ein, bietet die Suchmaschine Links zu Webseiten mit Liedtexten, Covervideos auf YouTube und mehr an, statt zu erklären, was Crawling im technologischen Kontext bedeutet.
Was die Ergebnisse auf einer Suchergebnisseite (SERP) betrifft: Wie entscheidet Google, welche Links zuerst erscheinen und welche ans Ende der Seite kommen? Bis März 2024 wurden Googles Ranking-Algorithmen streng geheim gehalten, sodass wir nur vermuten konnten, welche Faktoren Google bei der Vergabe von Platzierungen berücksichtigt. Zwischen März und Mai 2024 wurde jedoch ein internes Google-Dokument, Google API Content Warehouse, geleakt und auf GitHub öffentlich zugänglich. Die 2569 Seiten liefern zahlreiche wertvolle Erkenntnisse darüber, wie Google Seiten bewertet und welche SEO-Techniken wirksam sind oder nicht. So werden die einst beliebten Techniken Link Juice und PageRank Sculpting nicht mehr eingesetzt. Zugleich stimmen einige öffentliche Aussagen von Googles SEO-Verantwortlichen nicht mit dem überein, was im Dokument steht. Gary Ilyes erklärte beispielsweise, Google berücksichtige Klicks beim Ranking von Seiten nicht. Das Dokument besagt jedoch etwas anderes. Ein Attribut namens “hostAge” belegt, dass Google neue Websites in eine Sandbox einstuft, obwohl Google dies zuvor bestritten hatte. Das Dokument bestätigt außerdem, dass Chrome-Daten bei der Bewertung von Seiten umfassend genutzt werden, erneut entgegen Googles Dementis.
Es gibt noch weitere wichtige Details. Ob eine Website sowohl Desktop- als auch Mobilversionen hat, lokalisierte Versionen anbietet oder zu einer etablierten Marke mit starker Präsenz in sozialen Medien gehört: All diese Faktoren beeinflussen das Ranking. Auch visuelle Inhalte gewinnen an Bedeutung. Sie sollten hochwertig sein und die zentralen Themen und Aspekte einer Seite hervorheben, insbesondere in Bereichen wie Schritt-für-Schritt-Anleitungen.
Das Dokument bestätigt außerdem, dass Google Verfahren des maschinellen Lernens einsetzt und den Umgang mit unstrukturierten Inhalten wie Beiträgen in sozialen Medien verbessern will. Der Anteil unstrukturierter Inhalte wächst stetig, doch die oben beschriebene herkömmliche Schlüsselwortsuche ist hier nicht besonders wirksam. Daneben gibt es das Konzept der Volltextsuche. Bei der Volltextsuche werden nicht nur Schlüsselwörter und Metadaten, sondern vollständige Texte indexiert. So lassen sich unstrukturierte Inhalte wie große Dokumente durchsuchen und relevante Ergebnisse finden, selbst wenn die Schlüsselwörter nicht übereinstimmen. Schon heute können Sie die Volltextsuche in Google bis zu einem gewissen Grad nutzen, etwa mit Anführungszeichen für die Phrasensuche, dem Operator “site:” für die Suche innerhalb einer bestimmten Domain und Booleschen Operatoren wie “or” und “and”. Reicht das nicht aus, sollten Sie dedizierte Volltextsuchmaschinen wie Algolia oder Elasticsearch in Betracht ziehen.
Fazit
Wenn Sie wissen, wie Google funktioniert, erhalten Sie wertvolle Hinweise dazu, wie Sie Gesuchtes schneller finden und Ihrer Website zu guten Platzierungen in den SERPs verhelfen können. Darüber hinaus gibt es viele weitere legale Tools, die Ihnen den Umgang mit Suchmaschinen erleichtern. Proxys sind hilfreich, wenn Sie die Personalisierung umgehen, SERPs für andere Standorte prüfen und mehr möchten. DataImpulse bietet Ihnen rechtmäßig beschaffte, auf der Whitelist stehende Proxys zu einem fairen Preis. Klicken Sie auf die Schaltfläche “Jetzt ausprobieren” oben rechts auf dem Bildschirm, um mit uns zu starten. Wenn Sie Unterstützung durch unser Support-Team benötigen, nutzen Sie das Widget unten rechts auf dem Bildschirm.
