Pharma and proxies illustration

Häufige Cyberangriffe haben uns vor Augen geführt, dass die Systemsicherheit oberste Priorität hat, besonders in Bereichen, in denen sensible personenbezogene Daten aktiv genutzt werden. Die Rede ist vom Gesundheitswesen. Vor einiger Zeit wurden Patienteninformationen noch handschriftlich auf Papier festgehalten. Das konnten spezielle Hauptbücher oder einfach Notizen von Ärzten sein. Dadurch waren sensible Daten zwar physisch greifbar, aber dennoch anfällig für menschliche Fehler oder unrechtmäßigen Zugriff. Heute befinden sich fast all diese Informationen in elektronischen Datenbanken und Cloud-Servern. Krankenakten, Rezepte, Laborergebnisse und andere kritische Daten können einrichtungs- und regionsübergreifend abgerufen werden. 

Die Risiken von Datenlecks sind dadurch jedoch noch größer geworden. Sind diese Datenbanken nicht ausreichend geschützt, können Zugangsdaten und sensible Informationen gestohlen oder missbraucht werden.

In diesem Artikel beleuchten wir die entscheidende Rolle privater IP-Pools in verschiedenen wichtigen Szenarien und geben praktische Hinweise, die Unternehmen berücksichtigen können. 

Von Molekülen zu geistigem Eigentum

Hinter einem Patent stehen viele Jahre kontinuierlicher Forschung und potenziell Milliarden an Einnahmen. Die Entdeckung von Aspirin ist ein Beispiel für weltweiten Erfolg. Es war ein Durchbruch Ende des 19. Jahrhunderts, erzielt von einem Chemiker bei Bayer, der seinem Vater im Kampf gegen Rheuma helfen wollte. Die Marke Aspirin wurde ursprünglich in Berlin eingetragen. Nach einigen Jahren beschlagnahmten die USA die Vermögenswerte von Bayer als Feindvermögen. Nachdem Bayer Ende des Ersten Weltkriegs seine Aspirinrechte in Nordamerika verloren hatte, erlangte das Unternehmen diese Rechte in den 1990er-Jahren zurück. 

Unternehmen überwachen häufig, wer neue Patentanmeldungen einreicht, wann bestehende Patente auslaufen und wie sich nationale Gesetze unterscheiden. Dafür nutzen sie automatisierte Technologien, die Patentämter und öffentliche Datenbanken auf der ganzen Welt abfragen. 

Wie können private IP-Pools Unternehmen in diesen Fällen helfen?  

Durch den Einsatz privater IP-Pools auf Basis ethisch beschaffter Residential Proxies können Unternehmen auf öffentliche Register zugreifen, ohne sich um mögliche Sicherheitsbarrieren sorgen zu müssen. Mit den Proxy-Lösungen von DataImpulse profitieren Teams von einer konsistenten Datenerhebung und einem erweiterten Schutz der internen Infrastruktur, während sie alle Compliance-Standards einhalten.

Neben Patenten und klinischer Forschung steuern Pharmaunternehmen hochsensible Prozesse zur Herstellung von Molekülen. In der Praxis gehören dazu die Beschaffung von Rohstoffen und die Koordination der Produktion über mehrere Regionen hinweg sowie der regelmäßige Zugriff auf Datenbanken, Lieferantenplattformen und Marktinformationsquellen. Da diese Daten die Produktion beeinflussen und geistiges Eigentum schützen, muss der Zugriff zuverlässig und privat sein. Daher kann die Nutzung gemeinsam verwendeter Netzwerke riskant sein.

Nicht nur die Privatsphäre von Patienten muss geschützt werden. Ärzte, Forschende und andere Fachkräfte müssen häufig persönliche und finanzielle Informationen angeben, um ihre Identität auf medizinischen oder beruflichen Plattformen zu verifizieren. Krankenhäuser, Forschungslabore und Pharmaunternehmen setzen auf sichere IT-Systeme, weil sie sicher sein wollen, dass sich jede sensible Information an einem geschützten Ort befindet. Deshalb ist eine starke Cybersicherheit mit dem passenden Proxy-Typ unverzichtbar. 

Häufige Sicherheitsherausforderungen in der Pharmaindustrie

Die Vertraulichkeit pharmazeutischer Informationen macht sie für verschiedene Akteure wertvoll, die eine Bedrohung darstellen, darunter Cyberkriminelle, Hacktivisten, Hacker und sogar unzufriedene Mitarbeitende. Cyberkriminelle könnten geistiges Eigentum aus finanziellen Gründen stehlen wollen, und Hacker möchten möglicherweise die Forschungs- und Entwicklungsarbeit eines Pharmaunternehmens stören. Im Jahr 2024 beeinträchtigte ein Ransomware-Angriff auf das pharmazeutische Forschungsunternehmen Inotiv wichtige Systeme und machte eine harte Wahrheit deutlich: Selbst gut ausgestattete Organisationen in den Life Sciences sind realen Cybersicherheitsbedrohungen ausgesetzt, die den Betrieb zum Stillstand bringen und sensible Daten offenlegen können. 

Die Pharmaindustrie steht derzeit vor mehreren großen Herausforderungen in der Cybersicherheit:

  • APTs (Advanced Persistent Threats) sind komplexe Cyberangriffe, bei denen erfahrene Hacker versuchen, unbefugten Zugriff zu erlangen und über einen langen Zeitraum unentdeckt im Netzwerk des Unternehmens zu bleiben. APTs sind recht schwer zu erkennen und führen daher oft zu erheblichen Datenlecks, bei denen wertvolle pharmazeutische Informationen gestohlen werden.
  • Ransomware. Bei Ransomware-Angriffen wird Schadsoftware eingesetzt, um Unternehmensdaten zu verschlüsseln und vom Opfer ein Lösegeld für deren Freigabe oder Wiederherstellung zu verlangen. Die Pharmaindustrie ist aufgrund des hohen Werts der gespeicherten Daten und möglicher Beeinträchtigungen wichtiger medizinischer Dienste ein bedeutendes Ziel für Angriffe mit Erpressersoftware.
  • Angriffe auf die Lieferkette. Die Pharmaindustrie ist auf komplexe globale Lieferketten angewiesen. Hacker können Zulieferer, Auftragshersteller oder Logistikpartner angreifen, um Zugriff auf sensible Informationen zu erhalten oder die Lieferkette zu stören. Dies kann zu Verzögerungen oder sogar zum Eindringen gefälschter Medikamente in den Markt führen.
  • Auch Insider, darunter Mitarbeitende, Auftragnehmer und Partner, können ein erhebliches Risiko darstellen. Unbefugter Zugriff oder Missbrauch kann zu Datenlecks, Diebstahl geistigen Eigentums oder anderen böswilligen Aktivitäten führen.
  • Einhaltung regulatorischer und rechtlicher Anforderungen. Diese Branche unterliegt strengen regulatorischen Vorgaben. Der Balanceakt zwischen der Einhaltung von Vorschriften und dem Schutz sensibler Daten macht den Prozess noch komplexer.

AI und ihr Einfluss auf die Transformation der Cybersicherheit

AI-Technologien wurden ursprünglich entwickelt, um tägliche Prozesse zu automatisieren und Fachkräfte zu unterstützen, insbesondere in datenintensiven Bereichen wie der Medizin. Es gibt viele AI-gestützte Plattformen, die Pharmaorganisationen dabei helfen, die Arzneimittelforschung zu beschleunigen, klinische Entscheidungen zu unterstützen und enorme Mengen sensibler medizinischer Daten zu verwalten. Viele Sicherheitsbedenken lassen sich zudem mit AI verringern. Beispielsweise kann sie als prädiktives Analysewerkzeug eingesetzt werden, um künftige Cyberangriffe vorherzusehen. 

Die Integration ist jedoch schwierig, da Unternehmen im Gesundheitswesen oft auf Altsysteme angewiesen sind, die nie dafür konzipiert wurden, moderne AI-Tools zu unterstützen. Das Ergebnis sind langsame, kostspielige oder technisch komplexe Verbindungen. Um sicherzustellen, dass AI-gestützte Verfahren die Privatsphäre der Patienten nicht gefährden, müssen Unternehmen außerdem strenge regulatorische Rahmenwerke wie GDPR und HIPAA handhaben. Ein weiteres Problem besteht darin, die Verfügbarkeit und Qualität der Daten zu gewährleisten. In vielen Organisationen sind diese Daten über zahlreiche Orte verteilt, während AI saubere und strukturierte Daten benötigt. Neben den technischen Aspekten dürfen wir den menschlichen Faktor nicht vergessen. Es ist wichtig, dem Team zu vermitteln, wie AI-Systeme korrekt bedient und interpretiert werden.

Trotz dieser Hindernisse bietet AI der Cybersicherheit in der Pharmaindustrie echte Vorteile. Fortschrittliche Algorithmen können große Datensätze in Echtzeit analysieren, Anomalien und Schwachstellen erkennen, Aufgaben wie Verwaltung und Compliance-Überwachung automatisieren und die Reaktion auf Vorfälle verbessern. Die Zusammenarbeit mit AI-Entwicklern, Cybersicherheitsexperten und Partnern für die digitale Transformation ist entscheidend, wenn Sie gute Ergebnisse erzielen möchten.

Unverzichtbare Maßnahmen zur Einhaltung von Vorschriften:

1. Nutzen Sie Multifaktor-Authentifizierung, starke Passwortrichtlinien und rollenbasierte Zugriffskontrolle. Das hilft, unrechtmäßigen Zugriff auf sensible Daten zu verhindern. Die Kombination aus Multifaktor-Authentifizierung und eingeschränktem Zugriff über private IP-Pools stellt sicher, dass sich nur autorisiertes Personal und vertrauenswürdige Netzwerke mit kritischen Daten verbinden können.

2. Verschlüsseln Sie vertrauliche Daten und implementieren Sie DLP-Systeme (Data Leak Prevention).

3. Aktualisieren Sie alle Anwendungen und Systeme regelmäßig mit den neuesten Patches. Sicherheitsupdates helfen dabei, bekannte Schwachstellen zu beseitigen und das Risiko von Cyberangriffen zu verringern.

4. Schulen Sie Mitarbeitende zu Cybersicherheitsthemen und sensibilisieren Sie sie für potenzielle Bedrohungen, um die allgemeine Cybersicherheitshygiene zu verbessern.

5. Implementieren Sie Tools zur Erkennung und Reaktion auf Vorfälle, einschließlich Sicherheitsüberwachung, Bedrohungsanalyse sowie Plänen für Incident Response oder Disaster Recovery.

6. Führen Sie eine gründliche Risikobewertung von Lieferanten, Auftragnehmern und anderen Partnern in der Lieferkette durch. Das hilft, potenzielle Schwachstellen zu erkennen und zu reduzieren sowie sicherzustellen, dass sie die relevanten Standards einhalten. Private IP-Pools ermöglichen die sichere und anonyme Überwachung von Lieferantenplattformen, um potenzielle Cyberrisiken zu erkennen, ohne Unternehmensnetzwerke offenzulegen.

7. Führen Sie regelmäßig Audits und Bewertungen des aktuellen Cybersicherheitsniveaus durch, um potenzielle Schwachstellen, Mängel und Verbesserungsbereiche zu identifizieren.

Neben der Umsetzung dieser technischen und organisatorischen Maßnahmen ist die Zusammenarbeit zwischen Pharmaunternehmen, Branchenorganisationen und staatlichen Stellen unverzichtbar. Der Austausch von Informationen, operativen Bedrohungsdaten und koordinierten Reaktionen hilft der Branche, angesichts zunehmender Cyberbedrohungen wachsam zu bleiben.

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